Die Webseite http://syler.com/ zeigt in kleinen Animationen Aufstellungen und viele andere interessante Details von Einheiten in Armeen des 17. Jahrhunderts.
Sonntag, 4. Dezember 2011
Freitag, 5. August 2011
Mars Heavy Imperial Cavalry
Es gibt Neuigkeiten von Mars. Die Kürassiere in 3/4 Rüstung gewinnen beim Schönheitswettbewerb sicherlich nicht den ersten Platz. Dennoch füllen sie die Revell Lücken, die mit gerademal drei gepanzerten Reitern pro Packung aufwarten.
Auch das Mischen mit den filigraneren älteren Modellfiguren wird sich eher schwierig gestalten. Die Mars Figuren sind einfach dicker und bulliger. Dennoch kann man dankbar sein, daß es sie überhaubt gibt und irgendwo werden sie schon ihren Einsatz finden.
Der Einsatz von Lanzen ist für die erste Periode des Konflikts durchaus vorstellbar, dennoch wäre ein Pistolenschütze mehr wohl sinnvoller gewesen. Der zweite Lanzenreiter lässt sich leicht als Bannerträger umfunktionieren und mit anderen Amputationen und Umbauten kann man sicherlich eine Menge aus diesen Figuren rausholen.
Some news from Mars. The cuirassiers in 3 / 4 armor wont win the next beauty contest. Nevertheless, they fill the gaps of Revell, which boasts just three armored riders per pack. They wont mix very good with the fine modelled Revell onee. The Mars figures are simply bigger and more chuncky. But we can be glad they are available at all.
The use of spears for the first period of the conflict is conceivable bur a pistol shooter would be probably be more meaningful. The second Lancer can easily repurpose as a standard bearer and with amputations and other modifications you can certainly get a lot out of these figures. You may wonder that I dont talk about the horses - but yeah sometimes silence is golden.
Mittwoch, 3. August 2011
Spiegel Geschichte
Der aktuelle Spiegel Geschichte widmet sich der "Ur-Katastrophe" der Deutschen. Eine Übersicht der Artikel findet man hier.
Sehr viel Neues erfährt man nicht, dennoch recht lesenswert. Ich würde aber der Ausgabe der Geo Epoche mit dem gleichen Titel den Vorzug geben - auch wegen dem hochwertigeren Papier und dem eindeutig eindruckvolleren Bildmaterial.
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| Quelle: http://media2.libri.de/shop/coverscans/155/15561445_null_xl.jpg |
Freitag, 1. Juli 2011
Quellen
Interessante Quellen in digitaler Form:
Johann Jacob von Wallhausen, Kriegskunst zu Pferdt, 1616
Vor allem die Stiche im hinteren Teil des Buches sind sehenswert.
Theatrum Europaum, 1618 - 1718
Viel Spaß beim Schmökern.
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| Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Fotothek_df_tg_0000954_Kriegskunst_%5E_Pferd_%5E_Seitengewehr.jpg |
Vor allem die Stiche im hinteren Teil des Buches sind sehenswert.
Theatrum Europaum, 1618 - 1718
Viel Spaß beim Schmökern.
Dienstag, 28. Juni 2011
Der Galgenbaum (Teil 6) - Aufhübschen
Ich habe mich dazu entschlossen doch noch eine Figur zu der Gruppe zu stellen. Der trinkende Pikenier von „A Call to Arms“ wurde ein bißchen modifiziert und hält sich nun mit einer Hand an der Schulter einer seiner Kameraden und gönnt sich ein Schlückchen.
Der Boden der Grundplatte wurde mit einer Mischung aus „Pasta-Gewürz“ und Katzensand hier und da noch etwas lebendiger modelliert und bearbeitet um etwas matschiger zu wirken. Anschließend wurde der Belag mit etwas Braun und Grünen Flecken betupft und trockenbemalt.
Um Reif oder den ersten Frost darzustellen habe ich hier und da noch etwas Weiß trockengemalt. Der Boden wurde mit mattem Klarlack grundiert und die „Frostellen“ Stellen mit glänzendem Lack überzogen um etwas mehr zu glänzen.
Die Figur des armen Gehängten wurde fertig bemalt und mit einem in Kaffee getränkten Bindfaden aufgehängt.
Der Baum selbst wurde hier und da noch etwas mit Sand, Grau und Braun trockenbemalt um etwas natürlicher zu wirken. Nun fehlen nur noch die Figuren und das kleine Stückchen Zaun.
Dienstag, 31. Mai 2011
Der Galgenbaum (Teil 5) – Basis und Grundierung

Als Basis für das kleine Diorama wird ein alter Bilderahmen herhalten müssen. Dieser wurde mit Maskiertape abgeklebt und anschließend der Baum hineingesetzt und der Boden mit lufttrocknender Modelliermasse aus dem Hobbyladen gestaltet und die Oberfläche mit Zahnstochern und einem alten Borstenpinsel texturiert. Die Wurzeln des Baumes sind nun nur noch zum Teil oberhalb des Erdreiches.
Anschließend wurde der getrocknete Boden schon einmal mit einem Braunton dünn grundiert. Ich habe ebenso an dem Baum schon einmal erste Tests mit Trockenbemalung durchgeführt.
Mittwoch, 25. Mai 2011
Der Galgenbaum (Teil 4) – Von Drähten und Bäumen
Nachdem die Figuren soweit fertig sind braucht das „Galgenbaum“- Diorama natürlich noch den Baum selbst. Nach einigen Recherchen zum Thema Baumbau habe ich einigen Tutorials entnommen, daß es zwei Möglichkeiten gibt Bäume auf natürliche Weise darzustellen.
Da hätten wir das Sammeln von passen Ästen die anschließend mit Küchenkräutern oder Modelleinsenbahn Streu belaubt werden können. Eine weitere Möglichkeit wäre der gute alte Drahtbaum, wie ihn wohl jeder von uns im Werken in der Grundschule mal angefertigt hat. Ich habe mich für letztere Methode entschieden, da sie mir um einiges schneller und flexibler erschien und man den Draht nach belieben biegen kann.
Mein Baum sollte knorrig und sogar leicht gespenstisch wirken, somit erschien eine Weide am besten zu passen. Das Diorama soll ja kurz vor dem Wintereinbruch spielen und die Äste somit kahl sein, was sich jedoch um einiges schwieriger zu realisieren gestaltete, als viele Bereiche des Baumes hinter Belaubung zu verstecken.
Das Drahtgestell besteht aus Blumendraht, der mit einer Zange und den Händen in die entsprechende Form gebracht wurde. Somit stand das Grundgestell schon einmal. Anschließend wurde das Gestell mit Modellgips überzogen und mit einem Zahnstocher das Muster der Rinde modelliert und eingeritzt. Problematisch waren die sehr kleinen Verzweigungen am Ende der Äste.
Diese wurden zuerst aus sehr dünnen Kupferdrahtstückchen gebaut, der sich jedoch sehr schwer bemalen läßt. Danach habe ich ein wenig mit vorher eingefärbter aufgedrehter Paketschnur herumexperimentiert.
Übergänge wurden mit Vallejo Putty nachbearbeitet und danach wurde der Baum in Antrazith grundiert. Der Bau des Baumes dauert dennoch um einiges länger, als zuerst angenommen, für die Darstellung der kleinen Verästelungen einer Weide habe ich bis dato auch noch keine passende Alternative gefunden. Damit kann die Endphase beginnen.
Dienstag, 11. Januar 2011
Umbauten
Leider habe ich im Augenblick wenig Zeit für das „Galgenbaum“ oder das „Lützen“- Diorama. Deswegen werde ich ein paar Umbauten vom letzten Jahr etwas genauer zeigen und beschreiben. Um die Abwechselung der Haltungen der Figuren zu erhöhen, habe ich immer wieder einige Figuren umgebaut oder modifiziert.
Von links nach rechts:
Die erste Figur ist eigentlich ein rennender Konquistador von Revell, der eine eindruckvolle Rüstung trägt. Er bekam eine weite Pluderhose modelliert und ich wollte ihm einen Kopf ohne Helm geben. Ich fand einen schönen Kopf mit kurzen Haaren und nettem Schnurrbart bei einem Soldaten der ESCI-Packung „British Infantry“.
Dieser Pikenier von Revell holt eigentlich mit einer Muskete zum Schlag aus – eine meiner favorisierten Figuren für kleine Umbauten. Ich habe die Arme versetzt und er bekam statt der Muskete eine Pike in Angriffstellung.
Als Vorlagen für die nächsten beiden Figuren standen zwei ruhig standen zwei Musketiere von der schwedischen Infanterie (die 2 rechten) von Revell. Beiden wurde die Muskete abgeschnitten und die Arme, teils mit viel Modelliermasse, in andere Stellungen gebracht. Sie bekamen eine Pike aus Blumendraht und können nun als Pikeniere oder Fahnenträger eingesetzt werden.
Dem Fachkundigen Betrachter sind natürlich die Reiterhelme aufgefallen. Es ist natürlich streitbar ob Infanterie tatsächlich Reiterhelme getragen haben, allerdings wollte ich hier nur wieder einmal die Zerlumptheit und Uneinheitlichkeit der Regimenter herausarbeiten. Ich halte es dennoch für vorstellbar, daß man sich den Helm eines gefallenen Arquebusiers mal eben ausgeliehen hat.
Die letzte Figur ist ein kleiner persönlicher Liebling und Dr. Frankenstein hätte wohl seine wahre Freude an diesem sterbenden Schwan gehabt. Diese Figur eines gerade getroffenen oder hinfallenden Soldaten habe ich komplett aus „Abfallteilen“ zusammengebastelt. Der Kopf stammt von einem Kaiserlichen, der Oberkörper von einem schwedischen Reiter, die Beine sind eigentlich die „knienden Beine“ eines schwedischen Arquebusenschützens (ganz links) und die Arme entstammen ebenfalls irgendwelchen anderen Figuren.
Die Idee zu dieser Figur entstand ganz spontan und ich finde sie dennoch recht gelungen.
Dienstag, 21. Dezember 2010
Bastelecke und Frohes Fest
Ich hatte schon länger vor einige Eindrücke meiner Bastelausrüstung zu zeigen. Daß ich Farben von Revell, Schmincke und Valleo verwende habe ich ja schon mehrfach erwähnt. Darüber hinaus häufen sich über die Jahre hinweg einige andere nützliche Gegenstände an. Ich selbst betreibe Modellbau insgesamt eher nach einem Minimalprinzip und bin nicht der Meinung, daß das Werkzeug entscheidet, wie gut das Ergebnis wird.
Natürlich gilt das nicht für alle Bereiche (zum Beispiel Farben) aber für mich persönlich ist und soll Modellbau ein günstiges Hobby sein, bei dem man für den geringen Einsatz einiger Euros eine Menge Zeit mit einem individuellen Bausatz verbringen kann.
Natürlich gilt das nicht für alle Bereiche (zum Beispiel Farben) aber für mich persönlich ist und soll Modellbau ein günstiges Hobby sein, bei dem man für den geringen Einsatz einiger Euros eine Menge Zeit mit einem individuellen Bausatz verbringen kann.
Die meisten Modellbau Utensilien sind recht preisgünstig zu bekommen oder man kann andere Dinge aus dem Alltag zweckentfremden. Gummibänder als Klebehilfen, Zahnstocher zum Umrühren oder Blumendraht als Fahnenstangen sind nur einige wenige Beispiele.
Für wenig Geld (knapp 5 €) bekommt man schon ein Set guter Pinzetten, die eigentlich ewig halten. Wäscheklammern als Pressen oder zum Halten, kann man bei Mutti aus dem Wäschekorb mopsen und Lumpen alter T-Shirts oder Küchenpapier zum Abwischen der Pinsel hat man auch immer im Haus.
Ich habe mir dieses Jahr (auch sehr günstig) mal einen kleinen Universal Werkzeugkoffer aus dem Baumarkt geleistet, in welchen im unteren Fach genau die Farben und im oberen Bereich Pinsel und sonstiger Kleinkram reinpassen.
Ich spare auch bei den Pinseln und benutze recht günstige Synthetik-Pinsel von Da Vinci die auch nicht unbedingt schneller kaputt gehen als hochwertige Haarpinsel, jedoch nicht mal die Hälfte kosten und man sie danach als Rührstab oder Modellier-Werkzeug weiter benutzen kann.
Für Bespannungen von Flugzeugen nehme ich „unsichtbaren“ Faden aus dem Nähzubehör oder Plastikschnur aus dem Baumarkt (die ist noch günstiger als Angelsehne).
Als Modelliermasse nehme ich billigen Baugips aus dem Baumark oder lufttrocknende Masse aus dem Hobbyladen. Ledigleich bei der Wahl des Sekundenklebers und des Messers investiere ich etwas mehr. Gerade ein teureres Modell oder Teppichmesser zu kaufen lohnt sich, da es sich einfach leichter einrastet läßt und vor allem die Länge der Klinge auch beibehält. Beim Abbrechen der Klinge bricht dann auch nicht das Messer gleich mit dazu.
Dann Frohes Fest und Guten Rutsch!
Dienstag, 7. Dezember 2010
Mars und Revell – Einige Vergleiche
Um die Wirkung der neuen Figuren zu testen, kommt man natürlich auch um ein bißchen Farbe nicht herum. Ich habe dazu das „häßlichste“ Pferd und den Reiter mit der schlechtesten Passform ausgewählt. Die Beine der Reiterfigur sind nicht weit genug gespreizt, weswegen der Herr nur mit Kraft und Sekundenkleber seinen Platz auf dem Pferdchen einnehmen wollte.
Die Bemalung erfolgte nach meinem eigenen Stil, den ich hier bereits einmal genauer vorgestellt habe.
Um die mangelnden Details des Pferdes nicht noch zusätzlich zu verstärken, habe ich es als Rappen bemalt.
Der Reiter lädt seine Muskete, denn im Vergleich zu den anderen Figuren der Packung ist sie etwas länger als die Arkebusen. Leider kann man wegen der schlechten Ausformung nicht wirklich eine Detaillierung der Metallteile erkennen – die ich nach Gutdünken in Silber bemalt habe.
Bemalt sieht die Figur einigermaßen tragbar aus und paßt eigentlich ganz gut zu den filigraner und detailreicher gestalteten Figuren von Revell.
Bei den hier gezeigten Größenvergleichen handelt es sich um Mars-Nachgüsse, die ebenfalls hier und da einige Formschwächen aufweisen aber immerhin im Handel zu bekommen sind. Die Figur ganz links ist eine Umbau von Zvezda, der hier ebenfalls als Vergleich dienen soll.
Dienstag, 23. November 2010
Mars und die hässlichsten Pferde der Welt
Mit etwas Glück habe ich eine Packung „Imperial Mounted Arquebusiers“ des Herstellers Mars bei Ebay erstanden. Diese Figuren sind keine Neuauflagen der vergriffenen Figurensets von Revell, sondern stammen diesmal aus der eigenen Produktion von Mars.
Die Figuren passen ohne Sekundenkleber nicht sonderlich gut auf ihre Pferdchen, wohingegen es mit den Pferden von Revell keine Probleme gibt und sofern man nicht unter „Pferdemangel“ leidet, ist dieser Austausch sehr empfehlenswert. Zusätzlich sind die Beine einiger Reiter nicht genug gespreizt um wirklich sauber auf die Mars Pferde zu passen.
Farbangaben
Die Sets von Mars sind für das Resultat und die Qualität die man bekommt im Normalpreis um einiges zu teuer. Eine Anschaffung lohnt eigentlich nur, wenn man sie entscheidend billiger bekommt. Dennoch bieten die Figuren die Haltungen, die in dem Revell- Set fehlen – nämlich vor allem mehr Gewehrschützen.
Die Figuren sind bis dato noch nicht auf „Plastic Soldier Review“ aufgelistet.
Das Set
Der Satz besteht aus je zwei identischen Spritzlingen und man kommt somit lediglich auf 12 Reiter und 12 Pferde in jeweils 6 verschiedenen Posen.
Das Plastik ist im Vergleich zu den Neuauflagen um einiges härter, was schon einmal positiv auffällt. Die Figuren sind recht ordentlich ausgeformt, weisen jedoch an einigen Stellen Grad auf, der eine Nachbearbeitung mit dem Messer unabdingbar macht.
Sehr negativ fallen sofort die wulstigen Pferde auf und ich muß gestehen ich habe im 1:72 Figurensektor noch nie solche hässlichen Pferdchen gesehen. Seite A und B der Formen haben nicht genau aufeinander gepaßt und somit haben die Pferde in ihrer Mitte einen deutlichen Versatz, der sich durch die komplette Figur zieht. Ohne Schnitzen stehen die Figuren weder von alleine, noch sollten man sie ohne eine Behandlung bemalen.
Die Haltungen zeigen vier Pferde im leichteren Trap und Galopp, eines fast stehend und eines befindet sich kurz vor dem Stand.
Anatomisch weisen die Pferdchen allgemein eine seltsame Unproportionalität auf und die Haltungen wirken ziemlich unnatürlich sofern man das als Laie beurteilen kann.
Alle Pferde haben zwei Satteltaschen, die soweit man das erkennen kann mit Reiterpistolen gefüllt sind. Im Gegensatz zu einigen Pferden von Revell (Schwedische Kavallerie) haben die Mars Pferde am Sattel keine Schlafmatten oder Decken, noch kleine Säckchen für Beute oder Vorrat. Diese könnten aber bei Bedarf recht schnell modelliert werden.
Die sechs Haltungen der Reiter sind recht brauchbar. Es gibt zwei Schützen – einen mit einer kürzeren Arkebuse und einen mit einem längeren Gewehr, welches mehr wie eine Muskete Aussieht.
Dazu gibt es zwei Herren beim Nachladen (soweit erkennbar ebenfalls Muskete und Arkebuse) und einen Gewehrschützen der seine Waffe vor der Brust hält. Neben diesen regulären Soldaten mit Cabasset (mit verschiedenartigen Kämmen) bietet das Set eine nette Figur mit Schlapphut und Feldbinde, die gerade eine Reiterpistole abfeuert und wohl als Offizier dient.
Die Figuren sind bis auf den Grad recht gelungen und wirken plastisch, allerdings sind sie um einiges bulliger als die filigranen Mitstreiter aus dem Hause Revell.
Die Arme und Beine der meisten Figuren sind sehr nah am Körper, weswegen sich Umbauten um einiges schwieriger gestalten dürften. Da die Figuren bulliger und dicker sind, werden Köpfe von Zvezda (Austrian Musketeers and Pikemen) insgesamt für einen Austausch besser passen, sofern man das vorhat.
Die Uniformen und Kleidung sind recht abwechselungsreich gestaltet und bis auf den Offizier tragen die Soldaten einen Waffenrock aus Leder und dazu passende Reiterstiefel. Der Offizier trägt einen kompletten Küraß unter dem an einigen Stellen etwas Spitze hervorschaut – ein wirklich nettes Detail. Nur einer der Schützen trägt ein Patronenbandelier mit den hölzernen Pulverbehältern und bei einem anderen sind deutlich Knöpfe auf der Vorderseite des Lederrocks zu sehen.
Auch wenn auf der Vorderseite der Packung jede Menge Federkopfschmuck zu sehen ist, trägt nur der Offizier einige Federbüschel am Hut.
Die Figuren passen ohne Sekundenkleber nicht sonderlich gut auf ihre Pferdchen, wohingegen es mit den Pferden von Revell keine Probleme gibt und sofern man nicht unter „Pferdemangel“ leidet, ist dieser Austausch sehr empfehlenswert. Zusätzlich sind die Beine einiger Reiter nicht genug gespreizt um wirklich sauber auf die Mars Pferde zu passen.
Farbangaben
Als Farbvorlagen dienen das Deckblatt, sowie die Rückseite der Packung. Da es sich um Kaiserliche handelt, dominiert hier die Farbe Rot. Allerdings sind die Figuren auf dem Deckblatt sehr einheitlich uniformiert dargestellt.
Prof. Dr. Christoph Kampmann (Uni Marburg) hat gestern in einer Sendung von „Planet Wissen“ mit dem Thema des Dreißigjährigen Krieges, genau diesen Punkt mehrfach thematisiert. Charakteristisch für die Uniformen dieser Epoche seien nämlich genau das Fehlen einer einheitlichen Uniformierung und das Zerlumpen der Einheiten über die Kriegsjahre hinweg. Auch trotz Wallensteins späteren Befehl unter Androhung der Todesstrafe nur Rot als einzige Farbe zu tragen, glaube ich das Theorie und Praxis in den Kriegsjahren wohl divergierten. Mit einer uneinheitlichen Bemalung wird das Set auch weitaus lebendiger wirken.
Die Sets von Mars sind für das Resultat und die Qualität die man bekommt im Normalpreis um einiges zu teuer. Eine Anschaffung lohnt eigentlich nur, wenn man sie entscheidend billiger bekommt. Dennoch bieten die Figuren die Haltungen, die in dem Revell- Set fehlen – nämlich vor allem mehr Gewehrschützen.
Die meisten Quellen erwähnen immer wieder, daß die kaiserlichen Reitertruppen um einiges besser gepanzert waren, als die Schweden oder Croaten. Deswegen ist es ein wenig sonderlich, daß nur der Offizier einen Küraß trägt.
Mars bietet auch ein Set mit dem Namen „Swedish Heavy Cavalry“ an, welches sechs Figuren mit Degen und Küraß, aber Schlapphut zeigt. Ich glaube, daß beide Sets mit untereinander ausgetauschten Köpfen historisch besser passen würden und vor allem die Gewehrtypen mit kürzeren Läufen wohl besser zu den Schweden passen. Mit einigen Umbauten und Veränderungen sind die Figuren dennoch eine dankbare Erweiterung und bieten ein bißchen mehr Abwechselung in einer Epoche in der die Auswahl an Figuren sehr überschaubar ist.
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